Weil der Stadt: Leider unsichtbar: Ein großer weißer Hase
Weil der Stadt. Eigentlich ist sie schon ein wenig betagt. Aber mit ihren 80 Lenzen – so viele Jahre sind seit ihrer Uraufführung vergangen – zeigt sie sich dennoch erstaunlich frisch. Die Komödie „Mein Freund Harvey“ aus der Feder der amerikanischen Schriftstellerin Mary Chase wird in der Inszenierung der „Scheinwerfer“, die Theater-Gruppe des Kultur-Vereins Manufaktur, bei den drei Aufführungen in Weil der Stadt mit begeistertem Applaus und Jubel bedacht.
Dass die Theatergruppe „Scheinwerfer“ ein glückliches Händchen hat bei der jährlichen Stückauswahl, wissen regelmäßige Besucher. Temporeich und kurzweilig hat Regisseur Oliver Hockl den Komödien-Klassiker mit dem Ensemble umgesetzt.
Gerne mal einen Whisky
Worum geht es? Elwood P. Dowd ist ein rundum liebenswürdiger Zeitgenosse, der sich gerne mal einen Whisky gönnt und prinzipiell jedem Menschen herzlich und aufgeschlossen begegnet. Er lebt mit seiner Schwester Veta, deren Tochter Myrtle Mae und seinem Freund Harvey im Haus der verstorbenen Mutter. Aber Harvey ist ein Problem, denn der fast zwei Meter große, weiße Hase ist für alle, außer für Elwood, unsichtbar.
Für Veta und Myrtle ist klar, dass Elwood in die Klapsmühle gehört. Außerdem wären sie dann den Bruder los, der ihren gesellschaftlichen Avancen nur im Weg steht. Doch es kommt ganz anders. Statt Elwood landet Veta im Sanatorium und Harvey macht sich dort auf die Suche nach einem neuen
Ein Teilchen ans andere
Beeindruckend, wie punktgenau die Regie jedes einzelne Teilchen an das andere setzt und wie effektiv das wunderbar flexible Ensemble das alles umzusetzen vermag. Und das alles in einer reduzierten Kulisse aus beleuchteten Elementen und mobil einzusetzenden Würfeln.
Martin John avanciert als Elwood beim Publikum schnell zum „Psychopathen der Herzen“: eine wahre Paraderolle für ihn. Ebenfalls hinreißend: die komischen, aber auch zu Herzen gehenden Szenen, in denen Jeannette Römer der Figur von Elwoods extrovertierter Schwester Veta Ausdruck verleiht. Oder der Einsatz von Eva Pfenning in der Rolle ihrer ein wenig naiven Tochter Myrtle Mae.
Ensemble kommt an
Den Nerv des Publikums treffen aber auch die anderen Schauspieler: Harald Binder, der dem Psychiater Prof. Dr. William Chumley glaubhaft Gestalt verleiht, und Sabine Landerer als forsche Ärztin Dr. Lydia Sanderson. Petra Strobel gibt perfekt die Oberschwester Ruth Kelly und die Zwillinge Michael und René Hofmann den robusten Gehilfen Marvin Wilson, der den Professor bei widerspenstigen Patienten unterstützt. Dazu Marita Hagedorn einmal als Mrs. Ethel Chauvernet, ihre Mimiken einfach köstlich, und später als Olivia Gaffney, die sachliche Anwältin der Familie Dowd. Und ebenso trefflich die Darsteller in den kleineren Rollen: Jeanette Tröger als Betty Chumley und Heinz-Alfred Maier als Taxi-Chauffeur.

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