Kreis Böblingen: Rotary-Clubs zeichnen Musikstipendiaten aus
Bereits zum zweiten Mal haben drei Rotary-Clubs aus dem Kreis Böblingen Musikstipendien vergeben. Im Rahmen des Rotary Action-Days, der von Rotary, Rotaract, Interact und Inner Wheel realisiert wird. Mit dieser Aktion sollen junge, talentierte Musiker der klassischen Musik durch ein Stipendium unterstützt werden und gleichzeitig soll auch gezeigt werden, welchen kulturellen und gesellschaftlichen Beitrag Rotary-Clubs leisten.
13 hochbegabte junge Musiker/innen aus unserer Region haben sich im Klösterle Weil der Stadt mit einem anspruchsvollen Programm präsentiert. Alle haben beim Landeswettbewerb "Jugend musiziert" mindestens 22 von 25 Punkten erreicht. Einige werden an Pfingsten nach Wuppertal zum Bundeswettbewerb reisen. Folgende Besetzungen und Instrumente waren vertreten: Klavier vierhändig, Duo Flöte und Klavier, Gesangs-Duo mit Klavier, Duo Bratsche und Klavier, Duo Violine und Klavier, Marimba und Pauke, Marimba und Drumset sowie Trio mit Flöte, Cello und Klavier. Die jüngste Teilnehmerin ist 11 Jahre, die älteste 18 Jahre alt.
Zur Jury gehörten die Cellistin Nicole Amann-Gessinger (Sindelfingen), der Pianist Friedbert Holz (Weil er Stadt), der Dirigent Alexander Ariate (Leonberg) und der Kulturmanager/Musikwissenschaftler Dr. Ulrich Köppen (Böblingen). Alle Teilnehmer erhielten eine Aufwandsentschädigung von 80 Euro, mit Ausnahme der Preisträger. Die Jury diskutierte durchaus länger bis die Gewinner feststanden.
Den ersten Preis (1200 Euro) erhielt das Klaviertrio mit Annina Smekal (Querflöte), Alisha Funk (Cello) und Mathis Wang (Klavier). Sie überzeugten mit ihrer reifen Musikalität bei der Interpretation von Martinus Klaviertrio G-Dur (3. Satz). Der zweite Preis wurde geteilt (jeweils 600 Euro): enorm positiv beurteilte die Jury das indische Klavierduo Poorva und Harini Ramakrishnan, die mit Saint-Saens Danse macabre technische Sicherheit und Freude an der musikantischen Darstellung demonstrierten. Besonderen Charme versprühte das Gesangsduo Sofie Bauer (Sopran) und Stefanie Shaban (Alt). Sie interpretierten die anspruchsvolle Arie "Gnädge Gräfin" aus Mozarts Oper Hochzeit des Figaros (Ricevete, o padroncina) und Mendelsohns Lied "Wohin ich gehe und schaue".
Die Urkunden und Preisgelder übergaben Nicole Amann-Gessinger und Albrecht Volz (Böblingen, Percussionist).

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