Dagersheim: Der Bauernkrieg 1525 in der Region
„Dagersheim(er) im Aufstand! Der Bauernkrieg 1525 in der Region“ – fünfter Vortrag aus der historischen Reihe zum 950. Jubiläum Dagersheims. Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen zu „950 Jahre Dagersheim“ der Stadtverwaltung Böblingen laden das Bezirksamt Dagersheim und das Stadtarchiv Böblingen herzlich zum nächsten historischen Vortag am Freitag, 6. Juni, um 19 Uhr in die Dagersheimer Zehntscheune ein. Der Einlass ist bereits ab 18 Uhr.
Selbst im kleinen Dagersheim hieß es vor 500 Jahren „Uffrur“! 1525 – 500 Jahre Bauernkrieg – ist dieses Jahr in aller Munde. Die Leiterin des Deutschen Bauernkriegsmuseum in Böblingen, Lea Wegner, nimmt die Menschen und ihr Zutun zum Bauernkrieg vor Ort genau unter die Lupe und spricht zu „Dagersheim(er) im Aufstand! Der Bauernkrieg 1525 in der Region“.
Spannende Einblicke
Stadtarchivarin Tabea Scheible: „Lea Wegner ist eine Expertin für die Quellen des Bauernkriegs – es werden uns spannende Einblicke in das Wirken des Dagersheimer Hauptmanns Leonhard Schwarz erwarten, einen alles andere als ‚dummen Bauern‘, wie manch herrschaftliche Darstellung es damals glauben machen wollte.“
Der Vortrag ist der fünfte einer achtteiligen historischen Reihe, mit der Historikerinnen, Archivare und ein Archäologe einen Einblick in die vielfältige Geschichte Dagersheims geben. Ziel ist es, der Dagersheimer Bürgerschaft und allen anderen Interessierten einen lebendigen Einblick in die Historie zu bieten. Die klar umrissenen Themen erarbeiteten das Team von Bezirksamt, Stadtarchiv mit den vielen Beteiligten in den öffentlichen Planungsrunden. Sie reichen von der Gründungszeit Dagersheims über die Kirchengeschichte und den Bauernkrieg bis hin zum dunklen Kapitel des Nationalsozialismus.
Ort mit Geschichte
„Dagersheim ist ein Ort mit Geschichte – und mit Geschichten. In diesem Jahr feiern wir nicht nur 950 Jahre Dagersheim, sondern erinnern auch an ein bedeutendes Ereignis, das vor genau 500 Jahren die gesamte Region erfasste: den Deutschen Bauernkrieg von 1525. Auch in Dagersheim regte sich damals Widerstand. Diese Verbindung zweier historischer Jahrestage führt uns eindrücklich vor Augen, wie tief die Spuren der Vergangenheit in unserem Ort verwurzelt sind. Unser Jubiläum ist daher nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch zum Nachdenken, Erinnern und Verstehen. Mit der Vortragsreihe bieten wir spannende Einblicke in die vielschichtige Geschichte unseres Ortes – lebendig, anschaulich und mit starkem Bezug zur Gegenwart. Ich lade alle Bürger*innen herzlich ein, diese Gelegenheit zu nutzen, um Dagersheim noch besser kennenzulernen“, so Ortsvorsteher Hendrik Queck.
Als Örtlichkeit für die über das ganze Jahr verteilten Veranstaltungen wurde die geschichtsträchtige Zehntscheune Dagersheim ausgewählt. Zwei der acht Veranstaltungen fanden außerdem bereits in der im Mittelalter errichteten evangelischen Kirche Dagersheim statt.
Projektleiterin Melanie Häußler hat die Rahmenbedingungen für eine gelungene Veranstaltungsreihe geschaffen, die alle Interessierten an der Dagersheimer Geschichte ansprechen soll.
Der Eintritt ist frei, es bedarf keiner Voranmeldung. In der Zehntscheune wird eine Bewirtung mit Getränken angeboten.

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