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Landkreis will einvernehmliche Lösung

Kreis Böblingen: Die Landesstraße 1189 steht auf dem Prüfstand

Der Kreis Böblingen testet die künftige Bedeutung der Straße.

Die Straße zwischen Magstadt und Schafhausen ist in einem schlechten Zustand. Bild: Reichert

Die Straße zwischen Magstadt und Schafhausen ist in einem schlechten Zustand. Bild: Reichert

Bild: Reichert

Kreis Böblingen. Die künftige Bedeutung der Landesstraße L1189 zwischen Magstadt und Schafhausen sowie in der Folge auch die der Kreisstraße K1006 (Ihinger Hof – Magstadt) werden derzeit untersucht. Bereits im Dezember 2021 gab es ein erstes Gespräch zwischen dem Regierungspräsidium Stuttgart, den unmittelbar betroffenen Kommunen Weil der Stadt und Magstadt sowie dem Landkreis Böblingen zur Netzbedeutung und zu möglichen Anpassungen.

„Gründe sind der Zustand der L1189, aber auch Wünsche zur Verkehrsberuhigung im Weil der Städter Teilort Schafhausen“, erklärt Thomas Wagner, Dezernent für Verkehr und Ordnung. Die L1189 ist seit Jahren wegen ihrer untergeordneten verkehrlichen Bedeutung im Erhaltungsprogramm des Verkehrsministeriums für Landesstraßen nachrangig positioniert. Der Verkehrsbedeutung ist mit einer durchschnittlichen Verkehrsbelastung von knapp 2000 Fahrzeugen je 24 Stunden (Kfz/24h) für eine Landesstraße sehr gering. Zum Vergleich: Der Durchschnitt anderer Landesstraßen im Landkreis Böblingen liegt bei rund 8000 Kfz/24h. Eine Sanierung wäre aber mit erheblichen Kosten verbunden. Hinzu kommt, dass die Verbindung nach einer Sanierung an Attraktivität gewinnen würde – die Folge wäre mehr Verkehr in Schafhausen, was dem Wunsch nach einer Verkehrsberuhigung widerspricht. Das Land hat nun überprüft, welche Auswirkungen andere geplante Änderungen im Straßennetz auf den Bereich rund um die L1189 und die K1006 haben. Die Ergebnisse will das Regierungspräsidium Stuttgart in einem gemeinsamen Termin vorstellen und erörtern. „Dabei wird es nicht darum gehen, Entscheidungen zu treffen, sondern die Optionen auszuloten“, so Wagner.

„Alle Belange, insbesondere die der Kommunen, müssen berücksichtigt werden, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.“